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Geschlecht und Wissenschaftssprache - untersucht am Beispiel der sprachlichen Bearbeitungen von Forschungsanträgen

Untersuchungen zur Benachteiligung von Frauen in der Wissenschaft belegen immer wieder ihre Schlechterstellung im Vergleich zu Männern. So bilden sie zwar gegenwärtig die Mehrheit der Hochschulabsolvierenden, ihr Anteil unter den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nimmt jedoch nach der Promotion disziplinübergreifend mit jeder Karrierestufe bis zur Professur ab. Eine Erklärung für das sogenannte „Cooling out“ von Wissenschaftlerinnen wird im durchschnittlich geringeren Anteil erfolgreich eingeworbener Drittmittel bei Frauen gesehen, wobei eine relativ junge Forschungslinie zeigt, dass die geschriebene Sprache in Gutachten einen potentiellen Einfluss auf die Bewertung von Forschungsanträgen hat. Das Forschungsvorhaben erweitert diese Perspektive um eine Untersuchung des Sprachgebrauchs der Antragstellerinnen und Antragsteller. Anlass geben verschiedene Erkenntnisse. Zum einen bleibt der Anteil erfolgreicher Antragstellerinnen unverändert, auch wenn Hinweise zum Geschlecht eliminiert werden (siehe EMBO Fellowships). Zum anderen schätzen Wissenschaftlerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen ihre Kompetenzen eher niedriger und selbstkritischer ein. Vor diesem Hintergrund prüft das Forschungsvorhaben, ob sich diese Differenzen im Gebrauch der geschriebenen Sprache niederschlagen. Die Untersuchung konzentriert sich auf Forschungsanträge aus einer hochkompetitiven Förderlinie, da zu erwarten ist, dass sich geschlechterspezifische Differenzen in der geschriebenen Sprache unter diesen Bedingungen deutlicher zeigen.

 

 

 

 

Projektlaufzeit:

01.02.2018-31.01.2020

Projektleitung:                             

Prof. Dr. Eva Barlösius, Prof. Dr. Gabriele Diewald, PD Dr. Axel Philipps

Projektmitarbeiter/innen:

PD Dr. Axel Philipps, Zlata Liwschin