Am 6.–7. Dezember nahm Dr. Roman Smirnov an der internationalen Konferenz „Memory and Trauma“ am Birkbeck, University of London, teil, auf der er seinen Vortrag „Constructing a National Trauma: Russian Ideology and Propaganda and Anti-Western Attitude of Russians“ präsentierte.
In seinem Beitrag untersuchte er, wie das Konzept eines „nationalen Traumas“ im zeitgenössischen Russland ideologisch konstruiert wird. Im Mittelpunkt standen dabei folgende Fragen:
— auf welche Weise diese Konstruktion erreicht wurde;
— welche Tropen und Themen vor und nach 2022 zentral waren;
— und in welchen kulturellen Formen und Medien diese Narrative verbreitet wurden.
Diese Forschung steht in engem Zusammenhang mit dem von mir an der Leibniz Universität Hannover gelehrten Kurs „Russische Kultur in der Kriegszeit: Zwischen Protest und Unterwerfung“.
Darüber hinaus hatte Dr. Smirnov die Sektion „Exile, Translation and the Afterlives of Displacement“ moderiert.
Die Konferenz bot einen wichtigen Raum für den Austausch über Erinnerung, Trauma, Exil und kulturelle Übersetzung und verdeutlichte einmal mehr die akademische, politische und ethische Dringlichkeit dieser Themen in der Gegenwart.