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Inklusive Zugänge an die Hochschule über berufliche Schulen?

Inklusive Zugänge an die Hochschule über berufliche Schulen?

Das Forschungsprojekt befasst sich aus soziologischer und erziehungswissenschaftlicher Perspektive mit beruflichen Schulen als möglichen Zubringern in ein Hochschulstudium. Im Fokus steht dabei die Frage, ob und wie berufliche Schulen eine ungleichheitsreduzierende bzw. -kompensierende Funktion im Übergang von der Sekundarstufe II auf die Hochschule ausüben. Differenziert wird sowohl zwischen den verschiedenen Typen beruflicher Schulen sowie auch der Art der Hochschulzugangsberechtigung. Zusätzlich wird untersucht, inwiefern wissenschaftliche Erkenntnisse einen Einfluss auf die praktische Umsetzung und die Legitimation von Handlungen, die den Übergang an Hochschulen unterstützen, an beruflichen Schulen ausüben.

Im Gesamten wird das Projekt klären, wie institutionelle und soziale Durchlässigkeit zur Hochschule durch bestimmte Schulen und Schulformen und deren organisationale Kontexte befördert werden. Dazu werden in einem ersten Schritt verschiedene Typen beruflicher Schulen und Arten der Hochschulreife quantitativ anhand der Daten des DZHW Studienberechtigtenpanels auf ihre institutionelle Vermittlung von sozial inklusiven Hochschulzugängen überprüft. Aufbauend auf diese Ergebnisse wird in einem zweiten Schritt eine qualitative Erhebung durchgeführt, um die institutionellen und sozialen Effekte der Schulen besser zu verstehen. Dazu wird ein kontrastierender, kontextsensitiver Fallstudienvergleich anhand ausgewählter beruflicher Schulen in Niedersachsen durchgeführt.

Indem aufgezeigt wird, wie berufliche Schulen konkret mehr soziale Gleichheit im Zugang zu höherer Bildung ermöglichen, sollen Empfehlungen für das politisch-administrative System formuliert werden, damit die soziale Durchlässigkeit auf dem berufsbildenden Weg an die Hochschulen noch verbessert werden kann. 

Projektlaufzeit:01.10.2020-30.09.2022
Projektleitung:Prof. Dr. Christian Imdorf, Dr. Nadine Bernhard
Projektmitarbeiter:Nadine Dörffer, M.A.