LCSS Graduiertenschule
Ehemalige Promovierende

Ehemalige Promovierende


Dr. des. Ann-Christin Bartels

Thema der Dissertation:

Promotionen in der Human- und Zahnmedizin: Motivation, Struktur und Rahmenbedingungen

Im Rahmen des Projekts werden die Promotionswege von Studierenden der Human- und Zahnmedizin untersucht. Im Fokus stehen zum einen die individuellen Entscheidungsprozesse der Studierenden für bzw. gegen die Promotionsaufnahme. Zum anderen sollen bestehende Strukturen und Rahmenbedingungen evaluiert, mögliche Probleme während des Promotionsprozesses identifiziert und Idealbedingungen erhoben werden, unter denen die Studierenden promovieren möchten. Aus der bisherigen Forschung ist bereits bekannt, dass die Promotionsmotivation und -bedingungen teilweise starke fächerspezifische Unterschiede aufweisen. Oftmals werden die Human- und Zahnmedizin aufgrund ihrer besonderen Promotionskultur (Promotion neben dem Studium) jedoch aus den Untersuchungen ausgeschlossen, sodass nur wenige Befunde existieren.

Die empirische Untersuchung basiert auf einer Onlineerhebung an der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universität Oldenburg unter den Studierenden der Human- und Zahnmedizin.


Dr. des. Alex Fenton

Thema der Dissertation:

Official Statistics and the Welfare State: The Production of Poverty Statistics in Britain and Germany since 1970

Die Dissertation geht zwei Fragen in Bezug auf die amtliche Statistik nach. Erstens, wie werden Statistiken produziert: Welche Institutionen sind dafür zuständig, wer entscheidet über Erhebungen und die darin verwendeten Kategorien, was macht Statistiken zu legitimem wahrem Wissen? Zweitens, welche Merkmale und Praktiken sind für die amtliche Statistik im Wohlfahrtstaat in Deutschland und Großbritannien besonders prägend? Gibt es Erfassungsansätze, gesellschaftliche Bereiche oder Anwendungen von Zahlen, durch welche die Statistik von 1970 bis heute gekennzeichnet wird?

Empirisch werden diese Fragen am Beispiel der Entwicklung von Einkommens- und Armutsstatistiken in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland seit 1970 untersucht.



Dr. des. Anna Ewa Marczuk

Thema der Dissertation:

Wie beeinflusst die Komplementarität beruflicher und akademischer Bildung die individuellen Arbeitsmarkterträge? Eine vergleichende Analyse von 30 europäischen Ländern.

Das Dissertationsprojekt geht der Frage nach, wieso der Vorsprung von Akademikerinnen und Akademikern auf dem Arbeitsmarkt gegenüber Absolventinnen und Absolventen Beruflicher Bildung in einigen Ländern stärker ausgeprägt ist als in anderen. Um die Frage zu beantworten, werden institutionelle Ausgestaltungen beider Bildungsstufen, wie die Stratifizierung oder die berufliche Spezifität, in den Blick genommen. Der Einfluss dieser Institutionen wird mit dem Datensatz des EU-Labour Force Survey analysiert. Die verschiedenen Institutionen werden nicht nur einzeln betrachtet, vielmehr interessiert, wie verschiedene Kombinationen der Institutionen auf die Jobmerkmale wirken (z.B. kleines Hochschulsystem & spezifische Berufliche Bildung).

Ziel ist es besser zu verstehen, wieso der Unterschied in Arbeitsmarkterträgen zwischen Absolventinnen und Absolventen beruflicher und akademischer Bildung in einigen Ländern höher ist als in anderen.