LCSS Graduiertenschule
Promovierende

Promovierende


Tim Albrecht

Thema der Dissertation:

Berufsinduzierte räumliche Mobilität und Mobilitätsanforderungen in Deutschland


Zhanylai Asankulova

Thema der Dissertation:

Arbeitsmarkt Performance in Abhängigkeit von Auslandserfahrung

In meiner Forschung möchte ich untersuchen, wie internationale Erfahrungen die Arbeitsmarkt Performance der Individuen beeinflussen können. Die Studie vergleicht den Übergang in den Arbeitsmarkt mobiler und nicht-mobiler Studierender sowie deren weitere Karriereentwicklung. Dabei konzentriere ich mich auf den Selektionseffekt von mobilen Studierenden und mache die erste Analyse mit Daten zu deutschen Absolventen.


Victoria Alexandra Bauer

Thema der Dissertation:

Typen des Studierverhaltens und ihr Weg zum Studien(miss)erfolg aus individueller und institutioneller Perspektive

Mein Dissertationsprojekt ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts "Bedeutung des institutionellen Kontextes für Studienabbruch und Langzeitstudium". Mein Ziel ist es, Definitionen und Prädiktoren für Studienerfolg über den individuellen Kontext hinaus zu analysieren. Aus der Frage nach cross-level Effekten und Selektionsmechanismen ergibt sich die Notwendigkeit einer Typisierung hinsichtlich verschiedener Wirkungsebenen, einschließlich des institutionellen Kontextes. In meiner Dissertation versuche ich daher, Studienabbruch und Studienzeitverzögerungen umfassend zu erklären. Bezüglich der individuellen Determinanten des Studienerfolgs folgt mein Ansatz Perspektiven aus Soziologie, Bildungsökonomie und Hochschulforschung. Gleichzeitig stütze ich mich auf Theorien aus der Politikwissenschaft, um die Auswirkungen institutioneller Regeln von Hochschule, Fakultät und Studiengang auf das Studierverhalten zu erfassen.

Das Besondere an meiner Forschung ist das Heranziehen von nicht-reaktiven Verhaltensdaten, die durch retrospektive Surveydaten ergänzt werden. Dafür sammle ich administrative Daten vom Immatrikulationsamt und Prüfungsamt der Leibniz Universität Hannover, aus denen Informationen über Prüfungsanmeldungen, -abmeldungen und -wiederholungen, Abweichungen von Regelstudienzeit und Musterstudienplan sowie soziodemographische Merkmale der Studierenden entnommen werden können. Derzeit bereite ich eine ergänzende Studierendenbefragung vor, die sich auf die Themen Selbstorganisation, Selbstkonzept, Hochschulintegration und soziokultureller Hintergrund konzentriert und plane die Auswertung des Gesamtdatensatzes anhand von Regressionsanalysen, Event History Analyses und Clusteranalysen.    


Nex Bengson

Thema der Dissertation:

The Origins and Global Development of National Universities

Despite their frequent position at the apex of most higher education systems and connections to the nation-state, I find that national universities as a distinct institutional category lack conceptual clarity and empirical analyses. Through historical and comparative approaches, a unique dataset is planned to illuminate the concept's historical development, legal bases, and contemporary organizational details. Doing so could possibly establish the concept of the national university and further demarcate this institutional model from other concepts such as the flagship and the world-class university.


Frerk Blome

Thema der Dissertation:

Gelingensbedingungen akademischer Karrieren im Fächervergleich

In der Dissertation wird sich fächervergleichend mit Karriereverläufen von Hochschulprofessoren und Hochschulprofessorinnen beschäftigt. Auf Basis von lebensgeschichtlichen Interviews wird der Frage nachgegangen, wie erfolgreiche Wissenschaftskarrieren zustande kommen, welchen Einfluss biographische und gesellschaftliche Konstellationen nehmen und wie sich Erfolgsbedingungen zwischen den Disziplinen unterscheiden.


Nadine Dörffer

Thema der Dissertation:

Berufliche Schulen als Weg an die Hochschule für sozial benachteiligte Schüler*innen 

Obwohl heutzutage circa jede dritte Hochschulzugangsberechtigung an einer beruflichen Schule erworben wird, bleiben diese in ihrer Funktion als Zubringer an die Hochschule weiterhin eine „Blackbox“ soziologischer Forschung. Dabei sind berufliche Schulen institutionell äußerst vielfältig. In meiner Dissertation bearbeite ich die Fragen, welche Bedeutung berufliche Schulen als Zugangsweg an die Hochschule haben und in welchem Ausmaß bestehende soziale Ungleichheiten im Hochschulzugang durch diese Möglichkeit kompensiert, reduziert oder gar reproduziert werden. Kurz gesagt: Wie bringen berufliche Schulen sozial benachteiligte Schüler*innen (nicht) an die Hochschule? Die Dissertation wird im Kontext der Mitarbeit im LCSS-Brückenprojekt „Inklusive Zugänge an die Hochschule über berufliche Schulen?“ erstellt. Sie ist kumulativ angelegt und verfolgt ein Mixed Methods Design. Die einzelnen Publikationen betrachten die übergeordnete Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven und unter Nutzung von bereits bestehenden Sekundärdatensätzen und im Projektkontext erhobenem qualitativen Datenmaterial. 


Isabelle Fiedler

Thema der Dissertation:

Nationales Bildungspaneel: Hochschulstudium und Übergang in den Beruf

 

 


Frederike Gerdes

Thema der Dissertation: 

Die Einführung strukturierter Promotionsformen und ihr Einfluss auf die Promotionsphase in Deutschland

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seit den 1980'er Jahren, durch die wachsende Bedeutung von qualifizierter Ausbildung und die Zunahme der Promotionszahlen, in den Fokus politischer Diskussionen gerückt (Enders & Kottmann 2009). Diese Diskussionen behandeln unter anderem die Probleme der Organisation der Promotionsphase. In der Kritik standen hier der geringe Strukturierungsgrad der Promotionsphase, sowie die langen Ausbildungszeiten (Korff et al. 2013). Mit der Einführung strukturierter Promotionsprogramme wurde auf diese Probleme reagiert (Kehm 2009). Allerdings weist der Forschungsstand zu strukturierten Promotionen Forschungslücken auf, die eine Aussage über die Verbesserung der Promotionsphase durch einen höheren Strukturierungsgrad nur eingeschränkt zulassen („Team Chance“ 2013).

Das Ziel meines Forschungsvorhabens ist daher, die strukturierten Promotionsprogramme in Deutschland bezüglich ihrer Struktur und ihrer Wirksamkeit in der Herstellung von Chancengleichheit zu untersuchen. Außerdem soll der Einfluss strukturierter Programme auf die Promotionsphase und den Karriereverlauf Promovierter untersucht werden. 


Vivien-Sophie Gulden

Thema der Dissertation:

Geschlechtsspezifische Muster in Bezug auf Karrierechancen und –realisierungen

Mehr Frauen als Männer erwerben eine Hochschulzugangsberechtigung und ihr Anteil an der Universität ist ebenfalls hoch. Daher sollten Frauen bessere Karrierechancen haben (die sich z. B. in den Beschäftigungsmöglichkeiten und Löhnen widerspiegeln). Das Fortbestehen des geschlechtsspezifischen Lohngefälles und Erklärungen wie der Sticky-Floor-Effekt oder der Glass-Ceiling-Effekt implizieren jedoch eine Ungleichheit bei der beruflichen Verwirklichung. Nach allgemeinem Verständnis sollte eine Verbesserung der Chancen, der Hochschulbildung und der höheren Präsenz von Frauen an den Hochschulen auch mit einer Verbesserung der Situation auf dem Arbeitsmarkt einhergehen.

Warum es dieses Phänomen gibt und was die Gründe dafür sind, kann nur interdisziplinär in Verbindung mit den verschiedenen disziplinären Erkenntnissen untersucht werden. Dies ist notwendig, um nicht nur Erklärungsmuster zu finden, sondern auch um tatsächlich Vorschläge zur Verbesserung der Situation zu entwickeln. Daher wird dieses Thema im Kontext des Arbeitsmarktes (z.B. Analyse von Frauen in Führungspositionen), im Kontext der Tätigkeit an Hochschulen und im Kontext der Gründungstätigkeiten behandelt.


Jennifer Henze

Thema der Dissertation:

Bedingungen für Wissens-Kogenerierung in transdisziplinären Prozessen

Im Oktober 2016 begann ich meine Stelle bei der Forschungsgruppe PlanSmart am Institut für Umweltplanung der LUH. Das fünfjährige Projekt ist vom BMBF gefördert und in dem Bereich der sozio-ökologischen Forschung verortet. In diesem interdisziplinären Projekt beschäftigen wir uns mit der Planung und Umsetzung naturbasierter Lösungen in Flusslandschaften und unterstützen derzeit ein Praxisprojekt an der Lahn – das integrierte EU-LIFE Projekt „LiLa – Living Lahn“ – in seinem Entscheidungsprozess für die zukünftige Entwicklung des Flusses mit wissenschaftlichem Wissen. Hierfür arbeiten wir aus verschiedenen Disziplinen zusammen, Umweltplanung,  Politikwissenschaften, Ökologie, Geographie, Ökonomie und Soziologie, um so bestmöglich die Effekte bestimmter Maßnahmen auf die ökologische, ökonomische und soziale Situation abschätzen zu können.

In meiner Promotion beschäftige ich mich mit dem Thema Wissens-Kogenerierung in transdisziplinären Prozessen, also solchen, die Wissen aus Wissenschaft und Praxis gleichermaßen berücksichtigen und integrieren. Im Fokus stehen hier vor allem die involvierten Akteure des Praxisprojektes (offizielle Projektpartner) mit ihren unterschiedlichen Perspektiven, die auf verschiedenen Wissensbeständen beruhen. Es gilt zu untersuchen, unter welchen Bedingungen eine erfolgreiche Wissens-Kogenerierung stattfinden kann, die sozial robustes Wissen für Entscheidungen hervorruft und eine Anpassung der vorherigen Perspektiven in Form von Interessen und Werten abzeichnet.


Johanna Johannsen

Thema der Dissertation:

Das professorale Selbstverständnis: Beteiligungen und Orientierungen von niedersächsischen Professorinnen und Professoren in der akademischen Selbstverwaltung.

Neben Forschung und Lehre ist die Mitwirkung in Gremien und Kommissionen der Hochschule eine grundlegende Aufgabe einer jeden Professur. Als Inhaber der Schlüsselfunktionen des wissenschaftlichen Lebens sind Professorinnen und Professoren verpflichtet an der akademischen Selbstverwaltung teilzunehmen. Während sich nahezu niemand dieser Aufgabe entzieht, gibt es doch erhebliche Unterschiede in der Form der Beteiligung. In der Dissertation wird das professorale Selbstverständnis bzw. die Beruflichkeit von Professorinnen und Professoren im Hinblick auf ihre Beteiligung und Orientierung in der akademischen Selbstverwaltung untersucht. In einem sequentiellen Mixed Methods Design werden zunächst der Zusammenhang zwischen bestimmten Formen der Beteiligung (z.B. als Leitungsfunktion) und verschiedenen Einstellungen analysiert.  Anhand einer anschließenden qualitativen Inhaltsanalyse können die quantitativen Ergebnisse weiter erklärt und eventuelle Lücken und Unklarheiten aufgedeckt werden. Eine weitere Perspektive soll schließlich die Rekonstruktion von Orientierungsrahmen liefern.

Die quantitative Datengrundlage liefert ein Datensatz mit über 600 Fällen. Für die qualitativen Analysen wurden 26 Interviews mit Professorinnen und Professoren an verschiedenen Hochschulen geführt.

Ziel ist es, theoretisch und empirisch fundiert zu erklären, warum Professorinnen und Professoren sich unterschiedlich in der akademischen Selbstverwaltung beteiligen und damit verbunden das professorale Selbstverständnis zu beleuchten.


Sarah Rebecca Kienast

Thema der Dissertation:

Forschungskooperationen von Universitäten und wissenschaftsproduzierenden Organisationen


Luisa Klee

Thema der Dissertation:

Scheitern in der Wissenschaft - Produktive Bearbeitungsweisen von Misserfolg und negativen Ergebnissen im Forschungsprozess


Friederike Knoke

Thema der Dissertation (in Kooperation mit Michaela Pook-Kolb):

Das Brückenprojekt befasst sich aus soziologischer und rechtswissenschaftlicher Sicht damit, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen mit Forschungsdaten umgehen. Im Rahmen einer empirischen Erhebung sollen die disziplinspezifischen Praktiken von Wissenschaftler/innen im Umgang mit selbst erzeugten Forschungsdaten erhoben werden. Zu diesem Zweck werden in vier unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen (Biologie, Linguistik, Medizin, Psychologie) Interviews mit (Post-)Doktorandinnen und (Post-)Doktoranden zu ihren aktuellen Forschungsprojekten geführt. Weiterhin werden die bestehenden Regelungskonzepte dargestellt und diese dann mit den aus den empirischen Ergebnissen hervorgehenden Interessen der Forscherinnen und Forscher verglichen.

Ziel des Brückenprojektes ist es, neue Erkenntnisse über die Handlungsorientierungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezüglich des Umgangs mit Forschungsdaten zu gewinnen und darauf basierend das in Bezug auf Forschungsdaten geltende Recht zu evaluieren.


Julia Loose

Thema der Dissertation:

Exploration der Interaktion von Hochschullehrenden und Studierenden mit Beeinträchtigung oder chronischer Erkrankung an deutschen Hochschulen

Artikel 24 der UN-BRK fordert u.a. die deutschen Hochschulen auf eine gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen.

Aktuelle Daten zeigen, dass der Anteil von Studierenden mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen an deutschen Hochschulen zunimmt (Middendorff et al., 2017) und beeinträchtigungsbezogene Schwierigkeiten bei der Studiendurchführung unter anderem im Bereich „soziale[s] Miteinander, Kontakte und Kommunikation“ zum Ausdruck kommen (Deutsches Studentenwerk, 2018). Tinto (1975) hat aufgezeigt, dass die Interaktionen mit Kommiliton*innen und Hochschullehrenden zur erfolgreichen Integration (akademisch und sozial) beitragen und somit wichtig für den Hochschulerfolg sind.

Trotz der nachgewiesenen Bedeutung der Interaktion von Hochschullehrenden mit Studierenden finden Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, chronischen Erkrankungen und Neurodiversität in den bisherigen Untersuchungen lediglich geringe Beachtung.

 

Im Rahmen meiner Dissertation untersuche ich die Interaktion von Hochschullehrenden und Studierenden mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, chronischer Erkrankung oder Neurodiversität an deutschen Hochschulen mithilfe qualitativer Forschungsmethoden. Ziel dabei ist es wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die Bedeutung der Interaktion zwischen Hochschullehrenden mit Studierenden mit Beeinträchtigung oder chronischer Erkrankung zu gewinnen, die die Studiensituation der Studierenden verbessern und somit zukünftig zu einer zielgerichteten Umsetzung des Artikel 24 der UN-BRK beitragen können.


Björn Möller

Thema der Dissertation:

Politische Steuerung der Hochschulen durch kennzahlenbasierte Darstellungs- und Informationsberichte - Eine empirische Analyse in sechs Bundesländern

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Beziehung zwischen der Hochschule als Organisation und dem Wissenschaftsministerium als politische Institution sowie die ökonomischen Kennzahlenberichte als potenzielle Steuerungsinstrumente. Mit der Analyse der beschriebenen Punkte soll einerseits ein Beitrag zur organisationssoziologischen Weiterentwicklung der Hochschulforschung geleistet und andererseits die Verbesserung der Sprachfähigkeit zwischen Hochschule und Politik über das Darstellungs- und Analyseinstrument „Kennzahlenberichte“ vorangetrieben werden. Die zentrale Fragestellung ist: (Wie) Bewertet und steuert die Politik Hochschulen über ihre ökonomischen Kennzahlenberichte? Grundlegend wird diskutiert, ob die von den Hochschulen kontinuierlich erstellten Berichte in der Politik überhaupt eine Verwendung haben.

Falls dies der Fall ist, wie die Kennzahlenberichte von politischen Akteurinnen und Akteuren genutzt werden. Welchen Effekt haben beispielsweise die Hochschulstatistiken bei den zukünftigen Verhandlungen über Ziel- und Leistungsvereinbarungen? Welchen Effekt der kaufmännische Jahresabschluss, wenn es um die zukünftige Finanzierung der Hochschule geht? Und in welchem Sinne lässt die Politik Aspekte der Hochschulstatistiken in ihre Analyse einfließen?


Stefanie Oelker

Thema der Dissertation:

Politische Partizipation im Hochschulkontext: Charakteristika, Kompetenzen und zivilgesellschaftliche Ungleichheiten    

Neben der Vorbereitung zur Partizipation auf dem Arbeitsmarkt wird mit Hochschulbildung heutzutage eine zentrale Rolle bei der Förderung aktiver gesellschaftlicher Teilhabe assoziiert. Zivilgesellschaftliche Aktivitäten sind zentral für die Erhaltung demokratischer Gesellschaften, indem sie zur Gestaltung der sozio-politischen Bedingungen auf unterschiedlichen Ebenen und zur Förderung gesellschaftlicher Integration beitragen.

Ein Zusammenhang zwischen Hochschulbildung und politischer Partizipation ist empirisch belegt. Im Rahmen meiner Dissertation möchte ich die Charakteristika der Partizipation von Akademiker(inne)n weitergehend entschlüsseln und potenzielle Ungleichheiten innerhalb der Gruppe der (scheinbar) privilegierten Studierenden und Hochschulabsolvent(inn)en beleuchten.


Katja Pomianowicz

Thema der Dissertation:

Immigrant Educational Inequalities compared. The influence of tracking on different educational outcomes from a life-course perspective.


Vitus Püttmann

Thema der Dissertation:

On the Organization of University-Firm Collaborations – Forms and Their Determinants from a Transaction Cost Theory Perspective

Interactive forms of knowledge transfer between university researchers and firms have emerged as a crucial part of the innovation systems of contemporary societies. However, key features of these collaborations, including the ways in which they are organized, remain poorly understood to date. Focusing on consulting assignments, contract research projects and research collaborations, the dissertation project investigates a) which contractual features and governance mechanisms – that is, organizational forms – cooperating parties deploy to coordinate their objectives and activities, and b) how differences in the choice of organizational forms can be explained. To answer the research questions, an analytical framework building on transaction cost theory is developed, which revolves around an explanatory model for the choice of organizational forms of university-firm collaborations. Hypotheses derived from that model are, subsequently, tested empirically based on a survey of actors involved in university-firm collaborations in the natural and engineering sciences in Germany.


Iana Rezlauf

Thema der Dissertation:

„Forschungsdatenaustausch zwischen der EU und den USA“

Trotz des großen Drucks von Open-Research-Data-Initiativen werden relativ wenige Forschungsdaten geteilt oder wiederverwendet. Der Druck kommt von verschiedenen Akteuren: Förderagenturen, Verlage, wissenschaftliche Gemeinschaften und sogar andere Forscher, die Studien durchführen, die die positiven Auswirkungen des Datenaustauschs auf die Karriere des einzelnen Forschers unterstützen.

Während ein robustes System zur Validierung, Replikation und Erweiterung bestehender empirischer Forschung im besten Interesse der Forschungsgemeinschaft liegt, haben einzelne Forscher keine ausreichende Motivation, Zugang zu ihren Daten zu gewähren. Abgesehen von unzureichenden Anreizen wird der Austausch wissenschaftlicher Daten oft durch Barrieren erschwert, die Forscher überwinden müssen. Forscher gewähren aus vielen Gründen, wie z. B. Mangel an Fachwissen, Zeit oder anderen Ressourcen, oft keinen Zugang zu ihren Daten. Studien zeigen, dass die meisten Hindernisse für den Datenaustausch eher sozialer, ethischer, rechtlicher und institutioneller als technologischer Natur sind.

Die vorliegende Forschung konzentriert sich auf die rechtlichen Herausforderungen klar abgegrenzter Praktiken des Forschungsdatentransfers zwischen Wissenschaftlern aus der EU und den Vereinigten Staaten. Da die Studie interdisziplinären Charakter hat und soziologische und rechtliche Aspekte des Forschungsdatenaustauschs zwischen der EU und den USA analysiert, dienen Interviews mit Forschern, die in verschiedenen Wissenschaftsbereichen tätig sind, als effiziente Möglichkeit, rechtliche Herausforderungen zu identifizieren, mit denen Wissenschaftler in ihrer Forschungserfahrung konfrontiert sind. Der Interpretation der Interviewergebnisse soll eine detaillierte rechtliche Analyse der gemeldeten Probleme folgen.

Die vorliegende Forschung, die praktische rechtliche Probleme identifiziert und analysiert, mit denen Forscher beim Austausch von Daten konfrontiert sind, ist aufgrund der gestiegenen Bedeutung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit erforderlich, insbesondere in Zeiten der COVID-19-Pandemie.


Marco Miguel Valero Sanchez

Thema der Dissertation:

Wissenschaftliche Karriereverläufe von Postdoktorand*innen mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit

Im Mittelpunkt der Dissertation stehen wissenschaftliche Karriereverläufe von Postdoktorand*innen mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit an Hochschulen und dabei die übergeordnete Frage, welche Bedingungen und Möglichkeiten den langfristigen Verbleib dieser Personen im Wissenschaftssystem fördern bzw. hemmen. Hierzu soll auf der Makroebene der Hochschulgovernance eine Analyse der Rahmenbedingungen, Strukturen und Steuerungselemente an deutschen Hochschulen vorgenommen werden, die die Inklusion der Betroffenen beeinflussen. Um den Zugang zu diesem sensiblen Forschungsfeld zu erschließen, sollen zudem Experteninterviews insbesondere mit (Schwer-)Behinderten-, Inklusions- und Gleichstellungsbeauftragten sowie Personalverantwortlichen geführt werden. Über diese Gesprächspartner*innen soll auch der Kontakt zu Postdoktorand*innen mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit hergestellt werden, um mit ihnen problemzentrierte Interviews über den Umgang mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit und deren Bewältigung im Arbeitsalltag, strukturelle Barrieren sowie konkrete Unterstützungsleistungen und Förderbedarfe zu führen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die die Auswirkungen von Behinderung und/oder chronischer Krankheit auf die Erwerbstätigkeit an Hochschulen zu untersuchen und dabei einen relevanten Forschungsbeitrag zur Chancengerechtigkeit im wissenschaftlichen Qualifizierungs- und Karriereverlauf aus Sicht der Betroffenen zu leisten.


Saskia-Rabea Schrade

Thema der Dissertation (siehe DFG Projekt):

Zum Zusammenhang von disziplinären Originalitätskonzepten und handlungspraktischen Orientierungen für das Teilen von Daten

Das Forschungsprojekt geht von der bislang noch nicht untersuchten, forschungsleitenden Annahme aus, dass ein Zusammenhang zwischen den disziplinären Konzepten wissenschaftlicher Originalität und den handlungspraktischen Orientierungen für das Teilen von Daten besteht, der über das Streben nach wissenschaftlicher Reputation vermittelt ist. Die Zuerkennung von wissenschaftlicher Reputation, das haben die bisherigen Arbeiten über wissenschaftliche Originalität gezeigt, hängt davon ab, dass wissenschaftliches Wissen generiert wird, das als originell gilt. Bislang ist dieser Zusammenhang noch nicht untersucht worden, obwohl für die Annahme einige Indizien sprechen: Beispielsweise geben Wissenschaftler/innen als zentralen Grund an, warum sie Daten nicht teilen, dass dies nicht mit wissenschaftlicher Reputation honoriert würde. Sie bekunden weiterhin, Daten erst dann weiterzureichen, wenn sie diese nicht mehr für hochrangige Publikationen nutzen können, sprich zur Steigerung ihrer wissenschaftlichen Reputation. Andererseits werden Daten geteilt, sofern sich durch diese Weitergabe die Chancen, wissenschaftlich originelles Wissen zu generieren, vergrößern. Die Konzepte von Originalität unterscheiden sich disziplinenspezifisch, wie u.a. aus eigenen Vorarbeiten zu diesem Thema bekannt ist. Darin könnte ein wichtiger Grund für die disziplinären Unterschiede beim Data Sharing liegen. Im Forschungsprojekt soll dieser Zusammenhang empirisch untersucht werden. Der Zusammenhang wird für die drei Disziplinen Biologie, Neurowissenschaften und Informatik untersucht.

Für die empirische Untersuchung werden offene Interviews mit den Leiter/innen, weil sie letztendlich über das Data Sharing entscheiden, und mit Mitarbeiter/innen, weil sie es praktisch durchführen werden, in ausgewählten Forschungsprojekten der drei Disziplinen geführt. Ziel des Projekts ist es, eine Typologie der handlungspraktischen Orientierungen, die in Beziehung zu den disziplinenspezifischen Konzepten von Originalität gesetzt werden, zu entwickeln.


Tabea Schroer

Thema der Dissertation:

Neue, alte Ungleichheit? Zur (Ent-) Differenzierung sozialer Zugehörigkeit unter Studierenden an einer Grande École in Zeiten der Internationalisierung

Die Zusammensetzung der Studierendenschaft an den französischen Grandes Écoles hat sich seit den 2000er Jahren durch neue Zugangs- und Vorbereitungsverfahren verändert. Das Dissertationsprojekt untersucht vor diesem Hintergrund die (Ent-) Differenzierung sozialer Zugehörigkeiten unter Studierenden an einer Pariser Grande École, d.h. die kulturelle Kategorisierung von Menschen. Im Fokus der Arbeit steht die Frage nach dem Erleben des Studiums an einer Grande École aus der Perspektive der Studierenden. Mittels einer Kombination von biographisch-narrativen Interviews und teilnehmender Beobachtung wird untersucht, welche Konstellationen von Zugehörigkeit für die Studierenden an einer Grande École relevant werden und an welche Unterscheidungen von Personen dabei angeschlossen wird. 


Björn Seipelt

Thema der Dissertation:

Promotion im LCSS Brückenprojekt „Projekt „Studienfachwahl: Determinanten, Prozesse und soziale Reproduktion“


Lisa Walther

Thema der Dissertation: 

Die Institutionalisierung von Berufungsbeauftragten an deutschen Universitäten

Aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Bedeutung von Professuren für das Profil der Hochschule ist es den Universitäten ein Anliegen, die Qualität des Berufungsverfahrens zu sichern und die Berufungsentscheidung zu legitimieren. Ein Element zur Verfahrenssicherung der Auswahlentscheidung der Berufungskommission ist die Festsetzung von Berufungsordnungen. Über die jeweiligen Berufungsordnungen hinaus gehen Hochschulen zunehmend dazu über, Berufungsbeauftragte als Instanzen für die Sicherstellung der Verfahrensqualität einzusetzen. Die Benennung von Berufungsbeauftragten ist in den meisten Bundesländern bisher jedoch nicht obligatorisch. Die organisationale Verankerung von Berufungsbeauftragten, ihr Status sowie die Ausgestaltung der Aufgabenbereiche werden in den Berufungsordnungen der Hochschulen festgehalten und gestalten sich entsprechend divers.

Ziel des Promotionsprojekts ist es zu untersuchen, warum sich die Position der Berufungsbeauftragten zunehmend als neue Personalkategorie institutionalisiert und wie sie zur Qualitätssicherung von Berufungsverfahren an deutschen Universitäten beitragen soll. Hierfür werden Landeshochschulgesetze, ausgewählte Berufungsordnungen und -leitlinien ausgewertet sowie Interviews mit Berufungsbeauftragten durchgeführt.


Leonie Weißenborn

Thema der Dissertation:

Reformen in der Wissenschaft und die Innovations- und Widerstandsfähigkeit des Wissenschaftsfeldes

Mein Forschungsinteresse liegt auf Veränderungen und Reformen der orthodoxen Leitkulturen des Wissenschaftsfeldes, die durch innovative Ideen und Motive oder Neuordnungen der Strukturen und Institutionen in Hochschule und Forschung initiiert werden. Dabei fokussiere ich die Innovations- beziehungsweise Widerstandsfähigkeit des Wissenschaftsfeldes anhand unterschiedlicher Neuerungen. Einerseits betrachte ich die Anträge zur Förderung außergewöhnlicher Forschungsvorhaben und untersuche, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unkonventionelle Ideen in Forschungsförderanträgen umreißen. Dabei stelle ich heraus, welchen konventionellen Anforderungen relevanter Forschungsbereiche entsprochen werden muss, um eine Finanzierung für die Forschung zu erhalten. Zum anderen begleite ich die universitäre Implementierung der BMBF-geförderten Tenure-Track-Professuren. Das Tenure-Track-Verfahren soll zu einem zusätzlichen Rekrutierungsweg auf die Professur an deutschen Universitäten werden, sodass ich analysiere, wie sich bereits institutionalisierte Rekrutierungswege darauf auswirken, einen neuen Rekrutierungsweg zu implementieren. In einem weiteren Schritt gilt es herauszustellen, wie die Tenure-Track-Professur konzeptionell in der Universität Einzug findet.