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Forschungsprogramm

Die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft wie auch die wissenschaftsinternen Entwicklungen bündelt das Forschungszentrum in vier Forschungsachsen: 1. Epistemologie, 2. Legitimation und Normativität, 3. Funktionale Differenzierung und 4. Soziale Differenzierung. Die vier Achsen ermöglichen eine Systematisierung der vielfältigen Wechselwirkungen und wissenschaftsinternen Entwicklungen. Es handelt sich um eine heuristische Systematisierung, die sich aus generalisierten theoretischen Annahmen über Gegenwartsgesellschaften herleitet. Sie bildet die Grundlage für das Forschungsprogramm des Forschungszentrums.

Erläuterung der heuristischen Systematisierung:

Die erste Forschungsachse „Epistemologie“ bestimmt die Unterschiede von Wissenschaft gegenüber anderen sozialen Feldern und charakterisiert damit, was Wissenschaft auszeichnet.
Die zweite Forschungsachse „Legitimation und Normativität“ begründet sich einerseits daraus, dass die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und die interne Ausgestaltung des wissenschaftlichen Feldes nach Erklärung und Rechtfertigung verlangen. Andererseits ergibt sie sich daraus, dass wissenschaftliches Wissen, insbesondere wissenschaftliche Expertise, von anderen sozialen Feldern, vor allem  der Politik, zur Argumentation und zur Legitimation von Entscheidungen genutzt wird.
Die dritte Forschungsachse „Funktionale Differenzierung“ impliziert, dass Gegenwartsgesellschaften funktional differenziert sind und das Verhältnis von Wissenschaft zu sozialen Feldern wie auch zur Gesellschaft durch funktionale Differenzierung charakterisiert ist.
Die vierte Forschungsachse „Soziale Differenzierung“ drückt aus, dass neben funktionalen auch sozialstrukturelle Differenzierungsprozesse wirksam sind, und zwar ebenfalls im Verhältnis zu anderen sozialen Feldern und zur Gesamtgesellschaft wie auch innerhalb der Wissenschaft.
Der heuristische Charakter dieser Systematik besteht darin, dass hier − im Gegensatz zu den meisten Theorien − weder von einer Hierarchisierung noch von einem gegenseitigen Bestimmungsverhältnis der vier Achsen ausgegangen wird. Die vier Forschungsachsen verschränken die fünf an dem Zentrum beteiligten Disziplinen: Politikwissenschaften, Philosophie, Ökonomie, Rechtswissenschaften und Soziologie. Dazu wird die den vier Forschungsachsen zugrunde liegende Unterscheidungsweise so in die fünf Disziplinen „übersetzt“, dass sich fachspezifische Gegenstände und Fragestellungen zuordnen lassen.
Die vier Forschungsachsen sind innerhalb der fünf Disziplinen nicht in gleichem Maße bedeutsam. Vielmehr haben die Disziplinen auf manchen Achsen Schwerpunkte und auf anderen sind sie kaum oder gar nicht vertreten (siehe Tabelle, wo dies durch die Farbstufen veranschaulicht ist).

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