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Promovierende

Zhanylai Asankulova

Kontakt: zhanylai.asankulovalcss.uni-hannover.de

Thema der Dissertation:

Arbeitsmarkt Performance in Abhängigkeit von Auslandserfahrung

In meiner Forschung möchte ich untersuchen, wie internationale Erfahrungen die Arbeitsmarkt Performance der Individuen beeinflussen können. Die Studie vergleicht den Übergang in den Arbeitsmarkt mobiler und nicht-mobiler Studierender sowie deren weitere Karriereentwicklung. Dabei konzentriere ich mich auf den Selektionseffekt von mobilen Studierenden und mache die erste Analyse mit Daten zu deutschen Absolventen. 

Jessica Baier

Kontakt: baierarl-net.de

Thema der Dissertation:

Soziale Raumkonstruktionen von Studierenden an Privaten Hochschulen in ländlichen Räumen Niedersachsens

Hochschulen in privater Trägerschaft zeichnen sich, neben einem vergleichsweise hohen Praxisbezug, bspw. durch die Möglichkeit eines dualen, berufsbegleitenden, Fern- oder Teilzeitstudiums und entsprechenden Kooperationen mit regionalen Akteuren, aus. Forschungsleitende Annahme ist daher, dass Private Hochschulen dort, wo staatlich finanzierte (Bildungs-)Infrastrukturen ihre Tragfähigkeit verlieren, zur Strukturierung von Raum beitragen. Ich untersuche daher, wie der (soziale) Raum der Hochschule von den Studierenden wahrgenommen und im alltäglichen Handeln genutzt bzw. reproduziert wird.

Ziel ist es, eine Typologie sozialer Raumkonstruktionen zu erarbeiten, die Erkenntnisse für die Hochschul- und Wissenschaftsforschung sowie die Regionalentwicklung beisteuern kann.

Stephanie Beyer

Kontakt: stephanie.beyerlcss.uni-hannover.de

Frerk Blome

Kontakt: frerk.blomelcss.uni-hannover.de

Thema der Dissertation:

Gelingensbedingungen akademischer Karrieren im Fächervergleich.

In der Dissertation wird sich fächervergleichend mit Karriereverläufen von Hochschulprofessoren und Hochschulprofessorinnen beschäftigt. Auf Basis von lebensgeschichtlichen Interviews wird der Frage nachgegangen, wie erfolgreiche Wissenschaftskarrieren zustande kommen, welchen Einfluss biographische und gesellschaftliche Konstellationen nehmen und wie sich Erfolgsbedingungen zwischen den Disziplinen unterscheiden.

Arne Böker

Kontakt: a.boekerish.uni-hannover.de

Anna Erika Hägglund

Kontakt: a.hagglundbath.ac.uk

Jennifer Henze

Kontakt: henzeumwelt.uni-hannover.de

Sebastian Jakob

Kontakt: sebastian.jakoblcss.uni-hannover.de

Thema der Dissertation:

Regulatory Science under Pressure? A Case Study of three Governmental Research Agencies in Germany

My project revolves around the question of how Regulatory Science actors deal with changed conditions of legitimacy. It derives from several key developments in the last decades: (1) the improved flow of information via the internet (Castells 2003); (2) scientification of society (Bell 1976; Kreibich 1986); (3) the relativism of scientific knowledge through experts and counter-experts; (4) the growing risks due to the development of modern technologies (Beck 1986, 2007), and (5) the relativism of science through science and society (Collins 1985; Jensen 2017). Considering these assumptions, my research question is as follows: How do Regulatory Science actors act to pressure for credibility and increasing accountability to the public? To answer the question I will conduct a multi case study with three GRAs in Germany.  

Regulatory Science is peculiar to Academic Science, because it differs in several aspects from it. Mainly Jasanoff (1994) and Salter (1988) developed the concept of Regulatory Science. At the heart of the approach is the assumption that science used in policy-contexts is fundamentally different from science without a direct mandate, so-called ‘pure research’. The main differences are the audiences (governmental bodies vs. scientific community), the time-frame (limited vs. open-ended) and the political influences (mandated vs. independent) of the scientific work. In Germany, actors in Regulatory Science are the Governmental Research Agencies (GRA) that belongs to the ministries. The Federal Government defines tasks for the GRAs like institutionalized and purpose-oriented in-house research in its own facilities and) the formation and support of expert systems under the principle of economy and expediency (Bundesregierung 2007).

GRAs are under public attack if their scientific knowledge contains epistemic uncertainties and conflict in the same time with political, moral, social or economic interests (Leuschner 2012). These can be topics of high social relevance, but also very specific scientific sub-areas. This work deals with these specialized areas, more precisely with the legitimation and objectivity within Regulatory Science. Regulatory Science is all about weighing political, moral, social and economic interests and come to an assessment of uncertainties and risk. In three case studies, I will provide information about the changing conditions of legitimation and the effects on the work for GRAs in Germany.

Johanna Johannsen

Kontakt: j.johannsenish.uni-hannover.de

Friederike Knoke

Kontakt: friederike.knokelcss.uni-hannover.de

Thema der Dissertation (in Kooperation mit Michaela Pook-Kolb):

Das Brückenprojekt befasst sich aus soziologischer und rechtswissenschaftlicher Sicht damit, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen mit Forschungsdaten umgehen. Im Rahmen einer empirischen Erhebung sollen die disziplinspezifischen Praktiken von Wissenschaftler/innen im Umgang mit selbst erzeugten Forschungsdaten erhoben werden. Zu diesem Zweck werden in vier unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen (Biologie, Linguistik, Medizin, Psychologie) Interviews mit (Post-)Doktorandinnen und (Post-)Doktoranden zu ihren aktuellen Forschungsprojekten geführt. Weiterhin werden die bestehenden Regelungskonzepte dargestellt und diese dann mit den aus den empirischen Ergebnissen hervorgehenden Interessen der Forscherinnen und Forscher verglichen.

Ziel des Brückenprojektes ist es, neue Erkenntnisse über die Handlungsorientierungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezüglich des Umgangs mit Forschungsdaten zu gewinnen und darauf basierend das in Bezug auf Forschungsdaten geltende Recht zu evaluieren.

Dana Kretschmer

Kontakt: dana.kretschmercells.uni-hannover.de

Anna Ewa Marczuk

Kontakt: a.marczukish.uni-hannover.de

Thema der Dissertation:

Wie beeinflusst die Komplementarität beruflicher und akademischer Bildung die individuellen Arbeitsmarkterträge? Eine vergleichende Analyse von 30 europäischen Ländern.


Das Dissertationsprojekt geht der Frage nach, wieso der Vorsprung von Akademikerinnen und Akademikern auf dem Arbeitsmarkt gegenüber Absolventinnen und Absolventen Beruflicher Bildung in einigen Ländern stärker ausgeprägt ist als in anderen. Um die Frage zu beantworten, werden institutionelle Ausgestaltungen beider Bildungsstufen, wie die Stratifizierung oder die berufliche Spezifität, in den Blick genommen. Der Einfluss dieser Institutionen wird mit dem Datensatz des EU-Labour Force Survey analysiert. Die verschiedenen Institutionen werden nicht nur einzeln betrachtet, vielmehr interessiert, wie verschiedene Kombinationen der Institutionen auf die Jobmerkmale wirken (z.B. kleines Hochschulsystem & spezifische Berufliche Bildung).

Ziel ist es besser zu verstehen, wieso der Unterschied in Arbeitsmarkterträgen zwischen Absolventinnen und Absolventen beruflicher und akademischer Bildung in einigen Ländern höher ist als in anderen.

Björn Möller

Kontakt: b.moellerhis-he.de

Thema der Dissertation:

Politische Steuerung der Hochschulen durch kennzahlenbasierte Darstellungs- und Informationsberichte - Eine empirische Analyse in sechs Bundesländern

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Beziehung zwischen der Hochschule als Organisation und dem Wissenschaftsministerium als politische Institution sowie die ökonomischen Kennzahlenberichte als potenzielle Steuerungsinstrumente. Mit der Analyse der beschriebenen Punkte soll einerseits ein Beitrag zur organisationssoziologischen Weiterentwicklung der Hochschulforschung geleistet und andererseits die Verbesserung der Sprachfähigkeit zwischen Hochschule und Politik über das Darstellungs- und Analyseinstrument „Kennzahlenberichte“ vorangetrieben werden. Die zentrale Fragestellung ist: (Wie) Bewertet und steuert die Politik Hochschulen über ihre ökonomischen Kennzahlenberichte? Grundlegend wird diskutiert, ob die von den Hochschulen kontinuierlich erstellten Berichte in der Politik überhaupt eine Verwendung haben.

Falls dies der Fall ist, wie die Kennzahlenberichte von politischen Akteurinnen und Akteuren genutzt werden. Welchen Effekt haben beispielsweise die Hochschulstatistiken bei den zukünftigen Verhandlungen über Ziel- und Leistungsvereinbarungen? Welchen Effekt der kaufmännische Jahresabschluss, wenn es um die zukünftige Finanzierung der Hochschule geht? Und in welchem Sinne lässt die Politik Aspekte der Hochschulstatistiken in ihre Analyse einfließen?

Katja Pomianowicz

Kontakt: katja.pomianowiczuni-jena.de

Michaela Pook-Kolb

Kontakt: michaela.pook-kolblcss.uni-hannover.de

Thema der Dissertation (in Kooperation mit Friederike Knoke) :

Das Brückenprojekt befasst sich aus soziologischer und rechtswissenschaftlicher Sicht damit, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen mit Forschungsdaten umgehen. Im Rahmen einer empirischen Erhebung sollen die disziplinspezifischen Praktiken von Wissenschaftler/innen im Umgang mit selbst erzeugten Forschungsdaten erhoben werden. Zu diesem Zweck werden in vier unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen (Biologie, Linguistik, Medizin, Psychologie) Interviews mit (Post-)Doktorandinnen und (Post-)Doktoranden zu ihren aktuellen Forschungsprojekten geführt. Weiterhin werden die bestehenden Regelungskonzepte dargestellt und diese dann mit den aus den empirischen Ergebnissen hervorgehenden Interessen der Forscherinnen und Forscher verglichen.

Ziel des Brückenprojektes ist es, neue Erkenntnisse über die Handlungsorientierungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezüglich des Umgangs mit Forschungsdaten zu gewinnen und darauf basierend das in Bezug auf Forschungsdaten geltende Recht zu evaluieren.

Vitus Püttmann

Kontakt: vitus.puettmannlcss.uni-hannover.de

Thema der Dissertation:

On the Organization of University-Firm Collaborations – Forms and Their Determinants from a Transaction Cost Theory Perspective


Interactive forms of knowledge transfer between university researchers and firms have emerged as a crucial part of the innovation systems of contemporary societies. However, key features of these collaborations, including the ways in which they are organized, remain poorly understood to date. Focusing on consulting assignments, contract research projects and research collaborations, the dissertation project investigates a) which contractual features and governance mechanisms – that is, organizational forms – cooperating parties deploy to coordinate their objectives and activities, and b) how differences in the choice of organizational forms can be explained. To answer the research questions, an analytical framework building on transaction cost theory is developed, which revolves around an explanatory model for the choice of organizational forms of university-firm collaborations. Hypotheses derived from that model are, subsequently, tested empirically based on a survey of actors involved in university-firm collaborations in the natural and engineering sciences in Germany.

Jan Roloff

Kontakt: j.roloffish.uni-hannover.de

Marco Miguel Valero Sanchez 

Kontakt: marco.valero.sanchezlcss.uni-hannover.de

Thema der Dissertation:

Wissenschaftliche Karriereverläufe von Postdoktorand*innen mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit

Im Mittelpunkt der Dissertation stehen wissenschaftliche Karriereverläufe von Postdoktorand*innen mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit an Hochschulen und dabei die übergeordnete Frage, welche Bedingungen und Möglichkeiten den langfristigen Verbleib dieser Personen im Wissenschaftssystem fördern bzw. hemmen. Hierzu soll auf der Makroebene der Hochschulgovernance eine Analyse der Rahmenbedingungen, Strukturen und Steuerungselemente an deutschen Hochschulen vorgenommen werden, die die Inklusion der Betroffenen beeinflussen. Um den Zugang zu diesem sensiblen Forschungsfeld zu erschließen, sollen zudem Experteninterviews insbesondere mit (Schwer-)Behinderten-, Inklusions- und Gleichstellungsbeauftragten sowie Personalverantwortlichen geführt werden. Über diese Gesprächspartner*innen soll auch der Kontakt zu Postdoktorand*innen mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit hergestellt werden, um mit ihnen problemzentrierte Interviews über den Umgang mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit und deren Bewältigung im Arbeitsalltag, strukturelle Barrieren sowie konkrete Unterstützungsleistungen und Förderbedarfe zu führen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die die Auswirkungen von Behinderung und/oder chronischer Krankheit auf die Erwerbstätigkeit an Hochschulen zu untersuchen und dabei einen relevanten Forschungsbeitrag zur Chancengerechtigkeit im wissenschaftlichen Qualifizierungs- und Karriereverlauf aus Sicht der Betroffenen zu leisten.

Saskia-Rabea Schrade

Kontakt: saskia-rabea.schradelcss.uni-hannover.de

Thema der Dissertation (Siehe DFG Projekt):

Zum Zusammenhang von disziplinären Originalitätskonzepten und handlungspraktischen Orientierungen für das Teilen von Daten

Das Forschungsprojekt geht von der bislang noch nicht untersuchten, forschungsleitenden Annahme aus, dass ein Zusammenhang zwischen den disziplinären Konzepten wissenschaftlicher Originalität und den handlungspraktischen Orientierungen für das Teilen von Daten besteht, der über das Streben nach wissenschaftlicher Reputation vermittelt ist. Die Zuerkennung von wissenschaftlicher Reputation, das haben die bisherigen Arbeiten über wissenschaftliche Originalität gezeigt, hängt davon ab, dass wissenschaftliches Wissen generiert wird, das als originell gilt. Bislang ist dieser Zusammenhang noch nicht untersucht worden, obwohl für die Annahme einige Indizien sprechen: Beispielsweise geben Wissenschaftler/innen als zentralen Grund an, warum sie Daten nicht teilen, dass dies nicht mit wissenschaftlicher Reputation honoriert würde. Sie bekunden weiterhin, Daten erst dann weiterzureichen, wenn sie diese nicht mehr für hochrangige Publikationen nutzen können, sprich zur Steigerung ihrer wissenschaftlichen Reputation. Andererseits werden Daten geteilt, sofern sich durch diese Weitergabe die Chancen, wissenschaftlich originelles Wissen zu generieren, vergrößern. Die Konzepte von Originalität unterscheiden sich disziplinenspezifisch, wie u.a. aus eigenen Vorarbeiten zu diesem Thema bekannt ist. Darin könnte ein wichtiger Grund für die disziplinären Unterschiede beim Data Sharing liegen. Im Forschungsprojekt soll dieser Zusammenhang empirisch untersucht werden. Der Zusammenhang wird für die drei Disziplinen Biologie, Neurowissenschaften und Informatik untersucht.

Für die empirische Untersuchung werden offene Interviews mit den Leiter/innen, weil sie letztendlich über das Data Sharing entscheiden, und mit Mitarbeiter/innen, weil sie es praktisch durchführen werden, in ausgewählten Forschungsprojekten der drei Disziplinen geführt. Ziel des Projekts ist es, eine Typologie der handlungspraktischen Orientierungen, die in Beziehung zu den disziplinenspezifischen Konzepten von Originalität gesetzt werden, zu entwickeln.

Tabea Schroer

Kontakt: tabea.schroerlcss.uni-hannover.de

Thema der Dissertation:

Neue, alte Ungleichheit? Zur (Ent-) Differenzierung sozialer Zugehörigkeit unter Studierenden an einer Grande École in Zeiten der Internationalisierung

Die Zusammensetzung der Studierendenschaft an den französischen Grandes Écoles hat sich seit den 2000er Jahren durch neue Zugangs- und Vorbereitungsverfahren verändert. Das Dissertationsprojekt untersucht vor diesem Hintergrund die (Ent-) Differenzierung sozialer Zugehörigkeiten unter Studierenden an einer Pariser Grande École, d.h. die kulturelle Kategorisierung von Menschen. Im Fokus der Arbeit steht die Frage nach dem Erleben des Studiums an einer Grande École aus der Perspektive der Studierenden. Mittels einer Kombination von biographisch-narrativen Interviews und teilnehmender Beobachtung wird untersucht, welche Konstellationen von Zugehörigkeit für die Studierenden an einer Grande École relevant werden und an welche Unterscheidungen von Personen dabei angeschlossen wird. 

Björn Seipelt

Kontakt: bjoern.seipeltlcss.uni-hannover.de

Thema der Dissertation:

Studienfachwahl: Determinanten, Prozesse und soziale Reproduktion

In diesem Promotionsprojekt wird ein theoretisches Modell erarbeitet, das mögliche Prozesse und Determinanten der Studienfachwahl veranschaulicht. Anschließend werden auf Basis aktueller DZHW-Studienberechtigtendaten Prozesse und Mechanismen herkunftsspezifischer sozialer Ungleichheiten herausgearbeitet.

Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, den Prozess der Studienfachwahl theoretisch und empirisch aufzuarbeiten und seine Rolle für die Reproduktion sozialer Ungleichheiten zu untersuchen

Thorben Sembritzki

Kontakt: thorben.sembritzkilcss.uni-hannover.de

Lisa Thiele

Kontakt: thieledzhw.eu

Thema der Dissertation:

Fachhochschulprofessor*innen und ihre soziale Herkunft

Im Zentrum der Promotion steht eine explorative Analyse der sozialen Herkunft von Professor*innen an staatlichen Fachhochschulen/ Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland. Die stratifikatorische Differenzierung der Professorenschaft wird über den Bildungsgrad der Eltern analysiert. Da Fachhochschulprofessor(inn)en eine mindestens dreijährige außerhochschulische Arbeitserfahrung nachweisen müssen, um berufen werden zu können, berührt das Forschungsthema ebenso Aspekte der funktionalen Differenzierung. Diesbezüglich spielt neben dem Wissenschaftssystem, das Wirtschaftssystem und die Arbeitswelt sowie Karrierewege außerhalb des deutschen Hochschulsystems eine entscheidende Rolle. Dabei stehen vertiefend individuelle Karriereentscheidungen und deren Einflussfaktoren bei zwei nach sozialer Herkunft unterschiedenen Vergleichsgruppen von Professor(inn)en im Mittelpunkt. Ein weiterer Akzent der Analyse liegt auf fächerspezifischen Unterschieden der sozialen Herkunft der Fachhochschulprofessor(inn)en.

Die empirische Untersuchung basiert auf einer Sekundäranalyse der Daten des BeFHPro-Projektes (Bewerberlage bei Fachhochschulprofessuren, DZHW, Laufzeit: Mai 2016- Juli 2017) sowie der Erhebung und Auswertung von qualitativen Interviews mit neuberufenen Fachhochschulprofessor*innen.

Lisa Walther

Kontakt: waltherdzhw.eu

Thema der Dissertation: 

Die Institutionalisierung von Berufungsbeauftragten an deutschen Universitäten

Aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Bedeutung von Professuren für das Profil der Hochschule ist es den Universitäten ein Anliegen, die Qualität des Berufungsverfahrens zu sichern und die Berufungsentscheidung zu legitimieren. Ein Element zur Verfahrenssicherung der Auswahlentscheidung der Berufungskommission ist die Festsetzung von Berufungsordnungen. Über die jeweiligen Berufungsordnungen hinaus gehen Hochschulen zunehmend dazu über, Berufungsbeauftragte als Instanzen für die Sicherstellung der Verfahrensqualität einzusetzen. Die Benennung von Berufungsbeauftragten ist in den meisten Bundesländern bisher jedoch nicht obligatorisch. Die organisationale Verankerung von Berufungsbeauftragten, ihr Status sowie die Ausgestaltung der Aufgabenbereiche werden in den Berufungsordnungen der Hochschulen festgehalten und gestalten sich entsprechend divers.

 

Ziel des Promotionsprojekts ist es zu untersuchen, warum sich die Position der Berufungsbeauftragten zunehmend als neue Personalkategorie institutionalisiert und wie sie zur Qualitätssicherung von Berufungsverfahren an deutschen Universitäten beitragen soll. Hierfür werden Landeshochschulgesetze, ausgewählte Berufungsordnungen und -leitlinien ausgewertet sowie Interviews mit Berufungsbeauftragten durchgeführt.