Eröffnungskonferenz Forum Wissenschaftsreflexion Juni 2026
Wissenschaft und Hochschulbildung haben zunehmend Einfluss auf die Gestaltung moderner Gesellschaften (oft als Wissensgesellschaften bezeichnet), doch diese wachsende Bedeutung löst auch Kritik und Widerstand aus. Die Kernthese der Wissenschaftsreflexion lautet: Je mehr Wissenschaft und Hochschulwesen die Gesellschaft prägen, desto mehr werden sie zu umkämpften Räumen – ein wesentliches Paradox unserer Zeit. Das bedeutet, dass sich die Wissenschaftsreflexion mit mindestens zwei Arten normativer Herausforderungen auseinandersetzen muss: Zum einen geht es darum, den Umfang und die Grenzen der Autorität wissenschaftlich fundierter epistemischer Urteile abzugrenzen. Zum anderen muss untersucht werden, inwieweit Entscheidungsprozesse in liberalen Demokratien auf gesicherten und epistemisch gerechtfertigten Erkenntnissen basieren müssen.
Um dies zu thematisieren, bringt das neu gegründete Forum Wissenschaftsreflexion an der Leibniz Universität Hannover Forschende aus den Bereichen Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und anderen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Dieser interdisziplinäre Ansatz ermöglicht eine tiefgreifende theoretische und methodologische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Prozessen, die die umstrittenen Rollen der Wissenschaft in heutigen Gesellschaften prägen.
Die Eröffnungskonferenz zielt darauf ab, dieses Forschungsprogramm mit Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen und Ländern vorzustellen und zu diskutieren.
Mehr Infos auf der Konferenz-Homepage.
Termin
17. Juni 2026 19. Juni 202616:00 - 18:15
Ort
Forum WissenschaftsreflexionGeb.: 1150
Im Moore 23
30167 Hannover